Für ihre Sender gab es das Radiosiegel 2024 – und für die Volos gab es jetzt als Belohnung die Medienexkursion in Berlin. 2 ½ Tage Austausch mit erfahrenen Journalistinnen und Journalisten, Einblick in Redaktionen und netzwerken. Im Video siehst du, was die Volos erlebt haben.
Viel Input für die Volos
Wie hält die KI bei der BILD Einzug? Wie arbeitet eigentlich die Deutsche Presse Agentur und warum ist Recherche so wichtig? Bei Führungen und Redaktionsgesprächen haben die Volos viele spannende Einblicke bekommen, viel Input also fürs Gehirn. Aber auch viel zu tun für die Füße, denn am ersten Tag der Medienexkursion gab es einen Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschaft. Unzählige Kilometer wurden also zu Fuß zurückgelegt – und das mit ordentlich Tempo, um zu jedem Termin pünktlich zu sein.
Aktuell läuft die Bewerbungsphase für das Radiosiegel 2025. Ausgezeichnet werden Sender, die eine fundierte und multimediale Ausbildung bieten. Noch bis zum 11. April kannst du als Privatfunk-Volo deinen Sender für das Radiosiegel vorschlagen: radiosiegel.de – und vielleicht bist ja dann du im kommenden Jahr mit in Berlin bei der Medienexkursion dabei.
Start war in der TAZ-Kantine: erstmal kennenlernen. 18 Radiosiegel-Volos aus ganz Deutschland waren bei der Medienexkursion dabei. Da ist es natürlich spannend, sich auch untereinander auszutauschen: Wo machst du dein Volo? Was machst du da genau? Und wie geht es danach weiter?
Erst Video, dann Radio
Einen Einblick in die Welt von Radiosiegel-Volos gab es dann direkt beim Besuch von zwei ausgezeichneten Radiosiegel-Sendern im Medienzentrum Berlin. Besonders spannend war hier der Einblick in die neuen Video-Studios: KISS FM produziert hier seit kurzem Video-first-Shows, zu sehen bei YouTube, TikTok & Twitch – und zu hören im Radio.
Warum sollten wir die Recherche im Journalismus wieder mehr in den Fokus nehmen? Und warum ist gerade das Lokalradio in diesen Zeiten besonders wichtig? Darum ging es beim Austausch mit Thomas Schnedler, Co-Geschäftsführer von Netzwerk Recherche. Besonders spannend auch hier das neue Zuhause des Vereins: das Publix. Das Haus wurde erst im September eröffnet und sieht sich als neue Heimat für alle, die Journalismus machen. Auch Correctiv und Reporter ohne Grenzen sitzen zum Beispiel hier.
Senden mit Wohnzimmer-Atmosphäre
Radio machen, das können die Radiosiegel-Volos – eine Sendung in Wohnzimmer-Atmosphäre, zwei Stunden lang live mit Studio-Gästen und mit Publikum, das ist schon etwas besonders. Die Radiosiegel-Volos durften bei der radioeins-Sendung aus dem Bikini-Berlin – einem Einkaufszentrum – dabei sein.
An Tag 2 fuhren zwar wieder alle U- und Straßenbahnen in Berlin, aber also große Gruppe zusammen zu bleiben, war gar nicht so einfach. Auf dem Weg zur BILD stand manch ein Volo auf einmal vor der geschlossenen U-Bahntür und saß wenig später in der falschen Bahn. Am Ende haben es dann aber doch alle zur BILD geschafft. Dort gab es einen Einblick in die Ausbildung der Axel Springer Acadamy und ein Volo hat von seiner Ausbildung und den Stationen berichtet. Außerdem hat Stefan Netzeband, Leiter Podcast und Talk bei der BILD, einen Einblick gegeben, wo und wie im Unternehmen Künstliche Intelligenz eingesetzt wird.
Radio machen in der Hauptstadt
Direkt um die Ecke sitzt die dpa audio. Viele Volos kennen die Stimmen der Redakteurinnen und Redakteure dort bestens, weil ihre Sender von der dpa unter anderem mit Nachrichtenstücken beliefert werden. Jetzt haben sie auch die Gesichter dazu kennengelernt. Die stellvertretenden Redaktionsleiterin Lea Matschulat und Redakteur Ronny Thorau haben von der Agentur-Arbeit berichtet. Außerdem gab es eine Führung durch die Redaktionsräume und die modernen TV- und Podcast-Studios.
Einen Einblick ins Fernsehstudio gab es auch im ARD Hauptstadtstudio und natürlich durften die Volos da mal den Greenscreen testen. Besonders spannend war der Austausch mit Uwe Berndt, Hörfunk-Korrespondent im Hauptstadtstudio. Er hat ein kleines Sendestudio in seinem Büro und kann von da – vom Schreibtisch aus – die Live-Schalten für die vielen unterschiedlichen ARD-Sender machen. Wie geht er an die Themen ran und wie kommt er an seine Infos? All das war Thema bei der Führung und dem anschließenden Fachgespräch.

Netzwerken und Austauschen
Netzwerken und Austauschen, das stand dann auch am Abend auf dem Plan. Die Volos wurden vom Arbeitskreis Radiosiegel auf ein Getränk eingeladen. Außerdem war Mario Köhne zu Gast. Er arbeitet als Nachrichtenredakteur für den rbb bei Antenne Brandenburg in Potsdam und Berlin und ist Online-Redakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk.
Tag 3 stand dann ganz im Zeichen des DJV. Es ging beim Gespräch mit Philipp Blanke, Jonathan Janoschka und Stephanie Michallek um faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten. Welche Angebote hat der DJV für Volos und wann ist es sinnvoll sich Hilfe und Beratung zu holen? All das konnte im Anschluss beim Mittagessen auf Einladung des DJV in einer Pizzeria noch vertieft werden.
Viele neue Kontakte
Damit endeten 2 ½ Tage Medienexkursion und die Volos haben sich wieder auf den Weg gemacht zu ihren Heimatsendern. Mitgenommen haben sie nicht nur viel Input für die Arbeit, sondern auch Kontakte zu erfahrenen Journalistinnen und Journalisten und zu vielen Volo-Mistreiterinnen und -streitern.
Netzwerk Journalismus ist Teil der Initiative Radiosiegel und organisiert unter anderem die Medienexkursion für die Volos der ausgezeichneten Sender.